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Mittwoch, 30. Mai 2012

Das Vorbereitungsseminar

Die Monate vergingen, aber ich wusste immer noch nichts Genaueres in Bezug auf mein Datum oder die Familie. Ich bin wirklich langsam unruhig geworden und wollte endlich die Infos haben. Doch nix da! Gespannt und ohne jegliche Vorinformationen fuhr ich also nach Frankfurt am Main zu meinem Vorbereitungstreffen (Ich konnte mir absolut nichts darunter vorstellen). Das Seminar war an dem Wochenende vom 26.- 27. Mai 2012. (Davor war ich mit meiner absolut geilen Klasse in Hamburg zur Abschlussfahrt und bin dementsprechend total ausgeschlafen und ausgeruht in Frankfurt angekommen :p ).                                                                                                            

Ich bin also schon Freitag direkt von Hamburg mit dem Zug angereist, was wieder eine Gesichte für sich war :D In Frankfurt angekommen habe ich in der Jugendherberge schon die ersten netten Mädels kennengelernt, mit denen ich gleich in ein Zimmer gegangen bin (Annika, Lili und Sonja). Abends waren wir noch ein bisschen in der Stadt schlendern und danach haben wir an die Zimmer geklopft, um zu schauen wer noch alles so da ist. Dabei sind wir im Zimmer von Tara, Kathi, Bella und Melanie gelandet, welche einem das Gefühl gaben als würde man sich schon ewig kennen J Unsere „Truppe“ war somit zusammengestellt. (Insgesamt waren wir 37 Schüler, für welche es alle im August heißt: „Canada wir kommen!“)

Am nächsten Morgen ging es schon um 9 mit dem ersten Seminar los, wo wir uns alle bei einem „Persönlichkeitsbingo“ besser kennen lernen sollten. Im laufe des Tages wurden viele verschiedene Themen besprochen und viele Fragen geklärt. Wir haben über unsere Vorstellung und Erwartungen, sowie über die Kommunikationswege und Bankkonten im Ausland usw. gesprochen. Das Ganze ging bis um 7 und danach musste man erstmal alle erhaltenen Infos irgendwie wieder zusammen-sammeln und verarbeiten. Die letzte Seminarrunde an diesem Tag war für mich das einschneidenste Erlebnis an diesem Wochenende. Wir mussten eine „Fantasiereise“ machen, wobei wir uns den Ablauf unseres Auslandsjahres vor Augen führen mussten (Vom Abflug bis Ankunft). Als wir uns in die Abflugszene rein versetzen sollten kamen automatisch die Tränen. Ich sollte an meine Familie und meine Freunde denken, welche mir alle von der anderen Seite der Sicherheitskontrolle am Flughafen zum Abschied wanken. Dann ging die Milchglastür zu und ich war auf mich allein gestellt. (Die Vorstellung allein macht mir jetzt schon wieder Gänsehaut :o). Als schönen Abschluss des Tages haben wir dann den Sonnenuntergang am Main beobachtet J               
Sonnenuntergang (Frankfurt a. M.)
                                                                
Nächster Tag- selbes Spiel von vorne!
In den Retourneerunden konnten wir alle weiteren Fragen los werden, welche uns interessierten. Was ich persönlich echt super fand. (Retournees waren Austauschüler die vor kurzem auch ein Auslandsjahr in Canada gemacht haben und uns Rede und Antwort standen). Wir bekamen wieder neue Infos und unter anderem auch unser ABFLUGDATUM, für alle Austauschschüler die nach Québec fahren heißt also das Datum: 25. August 2012 J J J . Wir zählten sofort die Tage und stellten fest, dass es in 90 Tagen soweit sein würde. In 90 Tagen würden wir im Flieger Richtung Canada sitzen und in unser neues Leben für 10 Monate starten. In 90 Tagen!  Die Freude wurde aber gleich wieder gedrosselt, denn wir bekamen die Regeln für unseren Auslandsaufenthalt.                       
Die absoluten 3 großen Grundregeln sind:   
  •  10 Monate definitiv keinen Schluck Alkohol
  •  10 Monate keine Zigaretten
  •  10 Monate keine Drogen
Die Sache mit den Zigaretten und Drogen ist für mich absolut keine Sache, da verzichte ich auch ohne Auslandsjahr gerne drauf. 10 Monate ohne Alkohol ist natürlich auch nicht das Problem, aber zum Geburtstag und zu Silvester mit Orangensaft anzustoßen wird schon ein bisschen komisch werden :D. Natürlich sind das nicht die einzigen Regeln. Damit wir keine davon vergessen, haben wir ein kleines Regelhandbuch bekommen :D. Soweit war also alles geklärt und ich machte mich zusammen mit meinen Eltern, welche ebenfalls am Sonntag ein Seminar zu dem Thema Auslandsjahr hatten, auf den Heimweg nach Dresden.


Regelhandbuch


Nun war also nur noch eine Frage offen: WER IST MEINE GASTFAMILIE?

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