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Mittwoch, 16. Januar 2013

1 second and your whole life could change

Hallo meine Lieben,
 
Letzten Freitag habe ich etwas erlebt, was wirklich niemals jemand in Wahrheit durchleben sollte! Ich habe mir ein bisschen Zeit gelassen für diesen Post, weil ich die richtigen Worte finden wollte und meine Gedanken über das Thema erst mal ein bisschen sammeln wollte.
Die Rede ist von einem Lock down, der letzen Freitag bei mir in der Schule stattgefunden hat. (Ein Lock down wird ausgerufen, wenn ein  Amoklauf in der Schule stattfindet). Gleich im Voraus: Bei meiner Schule war es ein Glück nur ein TEST!
Wie ihr ja vielleicht mit verflogt habt, war am Donnerstag (10.01.2013) ein Amoklauf in einer Kalifornischen Schule, welcher zum Glück ohne Tote verlief! Kathi und ich haben uns also am Morgen darüber unterhalten und uns vorgestellt wie schrecklich es sein muss, sich in so einer Situation zu befinden. Wir sollten es schneller erfahren als uns lieb war!
Es war die letzte Schulstunde, das Wochenende noch 30 Minuten entfernt, sowie mein Geburtstag am nächsten Tag. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit den brasilianischen Ats in der Bibliothek, weil wir wieder mal von unserem Französischunterricht verbannt wurden, da unser Lehrer keine Verwendung für uns hatte :D
Auf einmal kam eine Durchsage, welche ich nicht verstanden habe, da ich Musik gehört habe. Ich habe die Brasilianer angeschaut, welche mich genauso ratlos angeschaut haben. Keine 2 Sekunden später kam die Bibliothekarin auf uns zu gerannt total hysterisch und meinte ob wir taub wären. Es sei ein LOCK DOWN! Mir kamen sofort die ganzen Bilder und Geschichten hoch von den vorherigen Amokläufen an  Schulen. Dann ging alles ganz schnell, die Bibliothekarin hat die Türen mit Stühlen verbarrikadiert und wir mussten uns in einem Hinter raum auf den Fußboden hinter Kisten und Kästen verstecken. Die Chinesen sind sogar in die Schränke gekrochen. Es war nicht lustig und es war in diesem Moment auch niemandem zum Lachen.
Als die Bibliothekarin unsere immer mehr werdende Panik dann bemerkt hat, meinte sie nur zu uns: „Ganz ruhig, ich darf es euch zwar eig. nicht sagen, aber das ist nur ein Test!“ Ich wollte gerade aufatmen, als es zweimal an der Tür gedonnert hat und man merkte, dass jemand reinkommen wollte. Später wussten wir dann, dass es unser principal war, der die Sicherheit getestet hat. Aber auch mit der Gewissheit, dass es nur ein Test war sitzt mir der Schock jetzt immer noch in den Knochen.
Solche Ängste sollte wirklich nie jemand erleiden müssen und ich gedenke mit vollem Herzen allen Opfern der vergangen Amokläufe, da ich mir jetzt um einiges mehr vorstellen kann, wie sie sich gefühlten haben müssen! R.I.P
Ich weiß dieser Post, war ein bisschen ernster und ohne viele schöne bunte Bilder. Aber so ist das Leben und deswegen habe ich mich dafür entschieden, darüber in meinem Blog zu berichten. Man kann sich nicht aussuchen, was einem im Leben passiert und solche Erfahrungen gehören nun leider genauso mit dazu wie die hoffentlich überwiegend schöneren.
Lots of love and keep safe xxx
Betty

3 Kommentare:

  1. :O ich bin schockiert !

    du arme :( ich wäre gestorben vor angst!

    solche Tests müssen aber sicherlich durchgeführt werden :/ ..

    denk an dich :*

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    1. im Nachhinein bin ich ehrlich gesagt froh, dass es den Test gab.
      lieber einmal zu viel getestet, als zu wenig.
      Aber war schon nicht lustig.

      kisses xx

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    2. glaub ich dir gerne! meine mitschüler hat die story sehr geschockt, als ich ihnen davon erzählt habe :O

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